Elon Musk greift mit SpaceX und Starlink nach Mobilfunkfrequenzen. Aus dem Partner bestehender Anbieter könnte ein direkter Konkurrent werden – mit enormer Kapitalkraft.
Auch in der Schweiz werden die Karten neu gemischt: Die ComCom hat mit Unterstützung des BAKOM die Neuvergabe wichtiger Mobilfunkfrequenzen ab 2029 ausgeschrieben. Die Auktion ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.
Was passiert, wenn Starlink mitbietet?
Dann könnte das bestehende Dreier-Oligopol aus Swisscom, Sunrise und Salt unter erheblichen Druck geraten. Sollte sich Starlink besonders attraktive Frequenzen sichern, wären die Folgen womöglich weitreichender als ein zusätzlicher Anbieter: Bestehende Netzinfrastrukturen und milliardenschwere Investitionen könnten wirtschaftlich massiv an Wert verlieren.
Meine Sorge: Aus mehr Wettbewerb könnte langfristig eine neue marktbeherrschende Stellung entstehen, mit einem zentralen Akteur im All. Das wäre ein erheblicher Schaden für die Unabhängigkeit und Widerstandsfähigkeit unseres Mobilfunkmarktes.
Während Sunrise und Salt über gemeinsame Infrastruktur nachdenken, stellt sich deshalb eine grössere Frage: Wer kontrolliert künftig unsere Kommunikationswege?
Darum geht es in meiner Kolumne «Musk funkt dazwischen», erschienen in der Oktober-Ausgabe 2026 des Swiss IT Magazine.
💬 Wie verhindern wir, dass Kapitalkraft die Vielfalt unabhängiger Netze verdrängt?
💬 Welche Vergaberegeln sichern Wettbewerb und Investitionen langfristig?
💬 Wie viel Abhängigkeit von Starlink wollen wir zulassen?
Wir müssen wach bleiben und clever agieren. Gefordert sind insbesondere ComCom, BAKOM und die Gesetzgeber. Die Spielregeln von heute bestimmen unsere Abhängigkeiten von morgen.
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Zur sachlichen Einordnung: Eine Teilnahme Starlinks an der Schweizer Auktion ist hier als Szenario formuliert. Die Vergabe enthält bereits Bietbeschränkungen gegen eine übermässige Frequenzkonzentration; ein neuer Monopolist wäre daher keine zwangsläufige Folge. Quelle: offizielle Mitteilung zur Frequenzvergabe.